Bundesweite Tierrettungsleitstelle

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Aktuelles

Fleckis Odyssee hat ein Ende

(Stand 01.08.2015)

Gestern Abend ging gegen 19.30 Uhr eine weitere Sichtungsmeldung bei uns ein. Ein sehr ängstlicher schwarzer Hund mit weißer Brust lag, halb hinter einer Regentonne und hohen Brennnesseln verborgen, in der hintersten Ecke in einem Garten in Blaubeuren. Geistesgegenwärtig hatte die Finderin, die Flecki „aus dem Fernsehen“ kannte, zu allererst das Zufahrtstor des hoch eingezäunten Gartens verschlossen, bevor sie uns informierte: Hund gesichert, keine Fluchtmöglichkeit! Juchuuu!!! Aber ist das auch wirklich Flecki???

Sofort machten sich Herrchen, Frauchen und die UNA-Sanitäterin auf den kurzen Weg zum Fundort. Bereits während der Fahrt bekam Herrchen die ersten Fotos per SMS auf sein Handy, so dass er sich noch vor Ankunft am Fundort sicher war: „ja, das muss er sein“. Die letzten Minuten im Auto waren kaum zu ertragen. Voller Ungeduld, voller Vorfreude auf das Wiedersehen verstrichen die Sekunden nur langsam. Dann – endlich – 10 endlose Minuten nach dem erlösenden Anruf, konnten Hossalla und Metzler ihren Flecki wieder in die Arme schließen.

Flecki wurde von seiner Finderin bereits mit Wasser und etwas Futter versorgt, welches er auch dankbar annahm, ebenso die vorsichtigen Streicheleinheiten. Zurück in der mobilen Einsatzzentrale gab es erneut viel Wasser, etwas Futter und weitere Streicheleinheiten, dieses Mal natürlich von Herrchen und Frauchen. Man konnte regelrecht beobachten, wie der verängstigte und verstörte Hund von Minute zu Minute mehr entspannte. Nach ungefähr 1 Stunde begann er zuerst zaghaft, dann immer hingebungsvoller, Herrchens Gesicht abzulecken. Anschließend fiel er in Tiefschlaf.

Dieser Tiefschlaf wurde jedoch gleich darauf für einen ersten Gesundheitscheck gestört. Die erste Untersuchung zeigte, dass Flecki zwar erschöpft und leicht dehydriert ist, außerdem ein paar Kilos Gewicht verloren hat, ansonsten jedoch keinerlei Verletzungen, Spuren eines Unfalls, oder ähnliches aufweist. Lediglich sein Bauch war etwas aufgebläht und hart, was allerdings auf die kürzlich erfolgten Fütterungen nach tagelanger Nulldiät zurückgeführt wurde. Da alle Vitalzeichen stabil waren, bestand kein akuter Handlungsbedarf und Flecki durfte vorerst weiterschlafen. Weitere Überprüfungen der Vitalzeichen im Laufe der Nacht zeigten lediglich stabile Normwerte, und auch der aufgeblähte Bauch war nach 2 Stunden wieder total unauffällig.

Flecki hat sein Abenteuer, bei dem er nach unseren Berechnungen ca. 80 km zurücklegte, ohne Blessuren überstanden. Den heutigen Tag nutzen Flecki und seine Menschenfamilie um zur Ruhe zu kommen und sich bei den unermüdlichen Helfern vor Ort zu bedanken. Morgen werden sie die Heimreise nach Lenguich antreten, wo er dann – mit 13 Tagen Verspätung – endlich sein neues Zuhause und seine neue Hundeschwester kennenlernen darf.

Die mobile Einsatzzentrale wurde heute Vormittag um 10 Uhr aufgelöst.

Wir und Fleckis Familie bedanken uns nochmals bei allen Helfern vor Ort, speziell für den zur Verfügung gestellten Wohnwagen durch die Fa. Kast Montageservice, sowie für die Unterstützung der Medien.

Flecki ist weiterhin auf Wanderschaft

(Sachstandbericht 30.07.2015, 22 Uhr)

Nach einer ersten Sichtung bereits am 28.07. in einem Acker- und Waldgebiet einige Kilometer vom Rastplatz Kemmental entfernt, sowie Indizien für Fleckis kürzliche Anwesenheit in einem Schuppen, konnte bereits in der gleichen Nacht mit der Erstellung eines ersten, groben Bewegungsschemas von Flecki begonnen werden. Anhand dieses Bewegungsschemas lässt sich erkennen, dass Flecki sich zwar nicht – wie anfänglich befürchtet – auf dem „Heimweg“ nach Kroatien befindet, jedoch der ständige Lärm und der große Helfer-, Medien- und Schaulustigenrummel am Rastplatz Kemmental ihn langfristig vertrieben haben. In den ersten Tagen versuchte Flecki noch immer mal wieder in seine „fahrbare Hundehütte“ (Herrchens Auto) zurück zu gelangen, jedoch entmutigten ihn Kieslaster und Menschenmassen nachhaltig. Daher beschlossen Fleckis Herrchen und Frauchen, sowie Einsatzleiter Uwe Lässig und sein Team von UNA e.V. am 29.07. den Standort der mobilen Einsatzzentrale, bestehend aus „fahrbarer Hundehütte“, den von der Fa. Montageservice Kast, Machtolsheim freundlicherweise zur Verfügung gestellten Wohnwagen, sowie das überregionale Einsatzfahrzeug von UNA e.V. an einen für die Suche strategisch günstigeren Ort in Fleckis neuem Aufenthaltsgebiet zu verlegen. Kameraüberwachte Futterstellen wurden eingerichtet (leider ohne relevante Ergebnisse). Um weitere Unruhen und weitere, zwar gut gemeinte, aber nicht gerade vertrauensaufbauende Einfangversuche und sonstige Einzelaktionen zu vermeiden, wurde der neue Standort, sowie die Lage der Futterstellen nur dem engsten Helferkreis bekanntgegeben.

Am neuen Standort angekommen wurden noch am gleichen Abend, sowie auch ganztägig am 30.07. Zettel in den umliegenden Orten angebracht, in denen die Bevölkerung um produktive Mithilfe gebeten wird: bei Sichtung von Flecki ist diese zeitnah und mit möglichst genauer Ortsangabe an eine zentrale, Tag und Nacht besetzte Notrufnummer (0700/95295295 oder 01578/4995295) von UNA e.V.  zu melden. Flecki selbst darf weder angesprochen noch verfolgt werden.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 30.07. trug diese Sisyphusarbeit erste Früchte, und im Laufe des Tages gingen insgesamt 6 Sichtungsmeldungen in der Tier-Rettungsleitstelle von UNA e.V. ein. Nach Überprüfung dieser Sichtungsmeldungen auf Plausibilität und Einarbeitung in Fleckis Bewegungsschema konnte durch die so gewonnenen neuen und wesentlich detaillierteren Erkenntnisse Fleckis Aufenthaltsgebiet auf eine Fläche von ca. 4 x 4 km eingegrenzt werden. Ferner führten diese neuen Erkenntnisse auch zu einer erneuten Verlegung der mobilen Einsatzzentrale in das Gebiet zwischen dem Ort der letzten Sichtung und dem Areal, in dem wir morgen die nächste Sichtung erwarten. Tier-Notfallsanitäterin Anja Friedrich hat im entsprechenden Gebiet erneut kameraüberwachte Futterstellen eingerichtet und wird zusätzlich die heutige Nacht mit einem Nachtsichtgerät auf einem Hochsitz verbringen.

Die „Aufstellungsphase“ ist somit abgeschlossen, ab sofort heißt es GEDULD haben….

Nach wie vor ist der Erfolg der Suche davon abhängig, dass uns viele und präzise Sichtungsmeldungen zeitnah zugehen, sowie das Verständnis seitens der Bevölkerung für Angsthund Flecki und unsere Einsatzstrategie.

Wir bedanken uns bei allen Helfern für ihre Unterstützung.

Junges Wildtier gefunden - was tun ?
Im Frühjahr und Frühsommer finden viele Tierfreunde bei Spaziergängen oder im Garten vermeintlich verwaiste und vermeintlich hilflose Jungvögel, Hasen, Wildkaninchen oder Rehkitze. Häufig werden die Tiere sofort mitgenommen, da man befürchtet, dass der Nachwuchs von den Elterntieren nicht mehr versorgt wird. Dabei ist gerade bei jungen Wildtieren die geduldige Zurückhaltung des Tierfreundes hilfreicher als ein vorschnelles "einsammeln", denn einen unverwehrten Jungtier wird durch ein Eingreifen in sein Leben mehr geschadet als geholfen. Die Handaufzucht von Wildtieren ist ausgesprochen schwierig und mit der eines Haustieres nicht vergleichbar. Auch können überlebenswichtige Verhaltensweisen, die Tiereltern ihrem Nachwuchs beibringen, außerhalb der freien Natur und ohne "tierischen Vorbilder" häufig gar nicht erlernt werden.

Bei Jungvögeln wird häufig angenommen sie seien aus dem Nest gefallen oder von den Eltern verlassen. Dies ist jedoch nur sehr selten der Fall. Der befiederte Jungvogel verlässt selbständig das Nest und sitzt dann allein auf dem Boden oder im Gebüsch. Dort steht er durch Bettelrufe -die sich für uns Menschen vielfach kläglich und "hilfeheischend" anhören- mit den Eltern in Verbindung. Er wird weiterhin von diesen gefüttert und zum Fliegen und zur selbständigen Futtersuche angeregt. Diese Phase ist für den kleinen Wildvogel von besonders großer Bedeutung und kein Mensch kann diese "Elternarbeit" ersetzten. Unverletzte Jungvögel, die Sie am Straßenrand finden, können Sie vorsichtig in ein nahegelegenes Gebüsch setzten. Die Tiere werden sich für die Eltern bemerkbar machen. Falls Sie Zweifel hegen, ob ein Jungvogel von den Eltern versorgt wird, verstecken Sie sich so weit entfernt wie möglich, verhalten sich ruhig und beobachten Sie den Jungvogel mindesten eine Stunde. Für den noch unbefiederten Vogel, der hilflos auf dem Boden liegt, ist der beste Ort das Nest der Eltern. Dort hat er die größten Überlebenschancen. Sie sollten deshalb die nähere Umgebung sorgfältig nach dem Vogelnest absuchen und den Jungvogel vorsichtig hineinsetzen, sofern er unverletzt ist.

Ein allein auf einem Feld sitzendes Feldhasenbaby oder Rehkitz, dessen Mutter nicht zu sehen ist, verleitet viele Spaziergänger dazu, das Jungtier anzufassen. Dies führt aufgrund des Fremdgeruches des Menschen unweigerlich zum Verstoßen des Jungtieres durch die Mutter und hat somit den sicheren Tod zur Folge. Um keine Fressfeinde auf den Nachwuchs aufmerksam zu machen, sucht die Feldhasenmutter ihren Nachwuchs, welcher in einer flachen Erdmulde sitzt, lediglich zweimal am Tag (also nur alle 12 Stunden) zum säugen auf und bleibt dabei nur etwa zwei bis drei Minuten bei ihm. Ansonsten verlässt sie sich auf den Schutz durch den nahezu komplett fehlenden Eigengeruch des Hasenkindes. Wollen ein Rehkitz und die Ricke zueinander finden, so verständigen sie sich häufig durch Laute, die ein übereifriger Tierfreund für "Verlassens Schreie" halten könnte.

Tierfreunde, die zum Schutz junger Wildtiere beitragen wollen, sollten sich an folgenden Verhaltensregeln halten: Auf Wald- und Feldwegen bleiben; Hunde an der Leine führen; Lärm vermeiden: Jungtiere nicht anfassen: bei im Garten am Boden sitzenden Jungvögeln Hund und Katze nicht unbeaufsichtigt laufen lassen. Vielleicht befindet sich in der Nähe eines jungen Wildtieres sogar ein Elterntier, welches nur darauf wartet, dass der Mensch endlich verschwindet.
(Mit freundlicher Genehmigung der Tierrettung Herford)  
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Tierrettungseinsätze über die man reden sollte!

Hund rettet Katze das Leben
Karlsruhe / Berghausen, im Januar 2015
Es ist nachts gegen 3 Uhr, da erreicht ein Notruf aus dem Raum Karlsruhe unsere Tierrettungsleitstelle. Eine besorgte Tierbesitzerin meldet einen Notfall mit ihrer Katze. Das Tier leidet an Diabetes und ist Insulinpflichtig. Nun liege die Katze schlapp auf dem Fußboden und zeigt nur eingeschränkte Reaktionen. Die Besitzerin nimmt an, dass eventuell eine Unterzuckerung vorliegt. Die Tierrettungsleitstelle alarmiert sofort den nächstgelegenen Tierrettungswagen am ca, 25 Kilometer entfernten Stützpunkt in Dobel. Das Einsatzfahrzeug ist mit zwei qualifizierten Tierrettungsassistenten/in besetzt, die für Notfälle solcher Art bestens ausgebildet sind. Am Einsatzort angekommen, überprüfen die Tierretter sofort alle lebenswichtigen Vitalzeichen und diagnostizieren ein drohendes Kreislaufversagen und einen Blutzuckerwert von 45 mg%. Ein starke Unterzuckerung, die in Verbindung mit dem schwächer werdenden Kreislauf absolute Lebensgefahr bedeutet. Umgehend führen die Tierrettungsassistenten dem Tier Traubenzuckerlösung zu und stärken das Herz- Kreislaufsystem. Während die Katze transportfähig gemacht wird, wird über die Tierrettungsleitstelle bereits die Tierklinik verständigt, um dort bei Eintreffen des Tierrettungswagens alle tierärztlichen Maßnahmen beginnen zu können. Trotz der gesteigerten Zuführung von Traubenzucker sinkt der Blutzuckerspiegel während des Notfalltransportes weiter bis auf 15 mg%. Nach erfolgreicher Intensiv-Transport-Behandlung und der tierärztlichen Klinikversorgung konnte der Katze das Leben gerettet werden. Die wahrscheinlich wichtigste lebensrettende Aktion hatte aber der mit in der Wohnung lebende Hund der Familie. Er hatte den schlechten Zustand der Katze bemerkt und deshalb die schlafenden Menschen geweckt und zu der Katze geführt!

Statt süß-sauer mit Reis, China-Köche retten Entenfamilie
Köln, 24.& 25.07.2014
Über die Geschichte einer ungewöhnlichen Tierrettung berichtete der Kölner Express in seinen Ausgaben vom 24. und 25. Juli. Eine Geschichte wie aufmerksame Bürger, Tierrettungsdienst, private Tier-Aufnahmestelle und Presse gemeinsam einer Entenfamilie auf einem Flachdach zu Hilfe kommt und rettet.

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Würgeschlange aus Wohnung ging auf "Freigang"
Groß-Gerau, 2014
Eine nicht ungewöhnliche Meldung in der UNA Tierrettungsleitstelle: Schlange in freier Umgebung entwischt. Bei diesem Einsatz im Raum Groß-Gerau (HE) jedoch handelte es sich nicht um eine Otter, oder Natter in einer Größe von 50 cm bis max. eineinhalb Meter Länge. Nein. Diesmal staunten die Tierretter von der UNA Schwerpunktwache aus Kelsterbach nicht schlecht, als sie das wohl große Tier bekamen. Groß ist allerdings relativ. In ihrer Ausbildung trainieren die Tierretter an Gift- und an Würgeschlangen. Die Würgeschlangen sind bis zu 4 Meter lang und haben ein Gewicht von etwas 1 Zentner. In diesem Fall hatten die Tierretter es aber mit einer 6 1/2 Meter langen Würgeschlange zu tun. Das Wetter war warm, die Schlange sehr aktiv und man hatte zuerst eine Transportproblem. In einem größeren, sehr stabilen Transportbehälter der Feuerwehr übernahm UNA dann das Tier und verbrachte es schnellstmöglich in die nächste freie Aufnahmestelle für große Würgeschlangen. Der Transport musste unter äußerster Vorsicht über eine Strecke von rd. 80 Kilometer durchgeführt werden. Nach Transportende war nicht nur das Wetter warm, sondern auch die Tierretter äußerst überhitzt und froh, dass aussergewöhnlich große Tier gut und fachgerecht versorgt zu haben.
  "Übungsobjekt Albert" in der Reptilienschulung für UNA Tierretter.

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Erste Hilfe Kurs für Haustierbesitzer

Schnell ist etwas passiert. Was ist zu tun und wie verhalte ich mich? Da ist es gut, wenn ich zumindest die Erste Hilfe Maßnahmen an meinem Tier durchführen kann, bzw. mein Tier transportfähig mache um es fachgerecht zum Tierarzt transportieren zu können. Oder bis der Tierarzt oder der Tierrettungsdienst kommt. Erste Hilfe bei Haustieren ist ebenso wichtig wie bei Menschen. Wie ich richtig helfe. vermitteln wir Ihnen in unserem Erste Hilfe Kurs für Haustierbesitzer, Dauer ca. 5 Std., (Termine siehe Rubrik Veranstaltungen auf dieser Seite), oder fragen Sie telefonisch unter 0176- 1 952 95 07 an.  


Bild: Erste Hilfe Übungen bei einem Hund

Erste Hilfe Kurs wird erweitert
Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung wird das Schulungsprogramm speziell für Erste Hilfe für Haustierbesitzer um einen erweiterten Erste Hilfe Kurs ergänzt. Im Rahmen dieses Kurses können die Teilnehmer intensiv -sogar mit ihren eigenen Tieren- Erste Hilfe Maßnahmen üben. Der erweiterte Erste Hilfe Kurs umfasst insgesamt 12 Unterrichtsstunden, die individuell an sechs abendlichen Terminen, oder an zwei Tagen abgehalten werden können. Termine zu diesem Kurs entnehmen Sie bitte der Rubrik "Veranstaltungen".

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Berichte aus den Orts- und Regionalgruppen

Dobel, Karlsruhe, Tübingen (BW):
Die Ortsgruppen Dobel und Karlsruhe decken den gesamten Raum der Landkreise Karlsruhe, Rastatt, Baden Baden, Bühl, Pforzheim, Enzkreis, Calw und Teile der Region Mühlacker und des nördlichen Landkreises Heidelberg, sowie die Region Eppingen und Sinsheim ab. UNA Einsatzfahrzeuge sind an Stützpunkten in Dobel, Neuenbürg, Malsch, Ettlingen und Kraichtal stationiert. Besonders für die Region Enzkreis und Landkreis Calw suchen die Ortsgruppen noch weitere ehrenamtliche Mitstreiter, die sich im Tierrettungsdienst engagieren möchten.
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UNA Bundesausbildungszentrum für Tiergesundheit
Neuenbürg, 01.11.2014
Im Baden Württembergischen Neuenbürg hat der Tierrettungsdienst UNA Union für das Leben e.V. ein neues Gebäude bezogen und die ersten Bereiche eines neuen Tierrettungszentrum in Betrieb genommen. Im Bereich Ausbildung wurden bereits die ersten Schulungen und Lehrgänge abgehalten. Eine besetzte Tierrettungswache und ein Teil der bundesweiten Tierrettungsleitstelle ist ebenfalls schon in Betrieb genommen worden. Der komplette Ausbau des Bundesausbildungszentrum für Tiergesundheit wird aber voraussichtlich noch geraume Zeit für Umsetzung und organisatorische Maßnahmen in Anspruch nehmen. Bis November 2015 soll der Betrieb der Schule / Ausbildung für tiermedizinisches Notfallpersonal, sowie eine Lehrrettungswache und die bundesweite Tierrettungsleitstelle komplett in den neuen Räumen der UNA aufgenommen werden. Bereits jetzt liegen eine Vielzahl von Anmeldungen zu den einzelnen Schulungen (Angebot siehe Rubrik "Aktuelles / Veranstaltungen) aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Auch spezielle Schulungen für viele freiwillige und Berufs-Feuerwehren sind bereits angefragt und gebucht.
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" Scheine für Vereine "
Der Radiosender "die neue Welle" aus Karlsruhe hat eine Aktion zur finanziellen Unterstützung von regionalen Vereinen im Raum Nordbaden in Ihrem Programm. Bei dieser Aktion können sich Vereine aus der Region bewerben. Nach einer Auslosung werden dann im laufenden Sendebetrieb Vereine vorgestellt und die Hörer der neuen Welle Karlsruhe haben die Möglichkeit, durch Telefonanrufer in einer bestimmten Zeit (10 Minuten) den Verein zu unterstützen. Der Sender bezahlt dann dem jeweiligen Verein pro Anrufer 5,-€ in die Vereinskasse. Der UNA Tierrettungsdienst, die Ortsgruppe Dobel wurde ausgelost und vorgestellt. So kamen an diesem Morgen über die Live-Sendung im Radio 420,- € zu Gunsten des Tierrettungsdienstes zusammen. Zusätzlich wurde die Kasse des Tierrettungsdienst durch weitere Spenden von Privatpersonen aus Dobel aufgefüllt. UNA möchte sich hiermit auch nochmals ausdrücklich bei allen, die die Arbeit des Vereins gut finden und unterstützen, recht herzlich bedanken. Wir sehen dies als Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit im Tierrettungsdienst. 

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Ortsgruppen Frankfurt /Rhein-Main, Wiesbaden /Mainz, Hessen Land, (HE/RP)
Bereits im Jahre 2009 wurden die ersten Tierrettungseinsätze im Rhein Main Gebiet von UNA gefahren. Das Einsatzfahrzeug -ein MRE / Mobile Rettungseinheit- auf Basis eines PKW-Kombi war bis Anfang 2011 in Rossbach stationiert.
Im Frühjahr 2011 wurde dieser Stützpunkt geschlossen und drei Fahrzeuge im Stadtgebiete Frankfurt stationiert. Ein weiteres Einsatzfahrzeug wird von Mühlheim aus zum Einsatz gebracht.
Seit Januar 2012 wurde der Tierrettungsdienst in Frankfurt am Main kontinuierlich ausgebaut und gefestigt. In enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr und der Polizei entwickelte sich eine effektive Tierrettung in Frankfurt. Auch mit Tierkliniken und mit  verschiedenen niedergelassenen Frankfurter Tierärzten konnten Absprachen für Noteinsätze getroffen werden. 
Mittlerweile hat sich das Einsatzgebiet flächendeckend von Gießen bis Offenbach und Hanau, und im Süden bis an die Baden Württembergische Landesgrenze, sowie bis Wiesbaden und nach Rheinland Pfalz erweitert. Mit vielen Städten und Gemeinden wurden Vereinbarungen bzgl.. Wildtieren und Fundtieren geschlossen. Ausgenommen hiervon ist die Stadt Frankfurt, wo man bereits seit längerer Zeit versucht, eine einvernehmliche Regelung zu finden.

Ein weiterer Auf- und Ausbau der Ortsgruppen im Rhein Main und südhessischen Gebiet, besonders der Ortsgruppe Mainz / Wiesbaden ist in Planung. Hierzu freuen wir uns über freiwillige Helfer/innen, die den Tierrettungsdienst aktiv unterstützen möchten.

                                       
                                Bild:  Tierrettungswache Kelsterbach

Neue Tierrettungswache im Rhein-Main-Gebiet
Eine neue Tierrettungswache wurde am Freitag, den 13. Dezember 2013 an UNA übergeben. Ein großzügiger Förderer hat uneigennützig dem UNA Tierrettungsdienst Räumlichkeiten und Standplätze zur Verfügung gestellt. UNA hat den offiziellen Dienst ab dieser Wache seit Januar 2014 aufgenommen. Dem Verein stehen in den neuen Räumen ein Aufenthaltsraum, der auch als kleiner Schulungsraum genutzt werden kann, sowie ein zweiter Raum, der als Leitstelle und weiterer Schlafraum für die Rettungsdienstmannschaft genutzt werden kann, zur Verfügung. Ebenso sind auf dem Gelände drei Standplätze für Einsatzfahrzeuge reserviert.     
Die Tierrettungswache im Kelsterbacher Industriegebiet (Nähe Flughafen) dient als sogenannte Schwerpunktwache. Von hieraus werden die speziellen Einsatz- und Sonderfahrzeuge für die Einsatzgebiete in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Groß-Gerau, Mainz, Wiesbaden und Bad Homburg bis Gießen eingesetzt. Selbst-verständlich bleiben die bisherigen Stützpunkte in Frankfurt Stadt und Mühlheim auch weiterhin erhalten. Auf Grund der guten Autobahnanbindung in Kelsterbach können die Fahrzeuge innerhalb von wenigen Minuten die Autobahnen A3, A5, A66, etc. erreichen und so schnell zu den Einsatzorten gelangen.

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Ortsgruppe Neckar-Odenwald  (BW/HE):
Die Ortsgruppe Neckar-Odenwald hat sich in den letzten Jahren langsam aber stetig entwickelt. 
Natürlich sucht die neue Ortsgruppe noch weitere, ehrenamtliche Helfer/innen, die sich zum Tierretter schulen lassen und aktiv im Tierrettungsdienst mitarbeiten möchten. Das gesamte Einzugsgebiet der Ortsgruppe umfasst das Gebiet Neckar Odenwald, Rhein Neckar und den südhessischen Raum bis Darmstadt. Besuchen Sie doch eine unsere zahlreichen öffentlichen Infostände oder einen Info- Treff  an einem UNA Standort.
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Orts- & Regionalgruppen Köln & Nordrhein Westfalen Land:
Der UNA Tierrettungsdienst im Einsatzgebiet der Regionalgruppe Nordrhein Westfalen Land wird derzeit neu strukturiert. So wurde das Einsatzfahrzeug der Ortsgruppe Köln zum 01. Mai 2015 abgezogen und in ein anderes Bundesland verlegt. Mehrfach wurde das Fahrzeug Ziel von Gewaltakten, wie die Zertrümmerung der Frontscheibe, das Einschlagen von Blinkern, das Zerstechen von Reifen und nun sogar die starke Beschädigung der kompletten Beifahrerseite.
Auch die interessierten Personen, die sich zum Tiernothelfer ausbilden lassen möchten, sind in dieser Region sehr schwer zur einer aktiven Mitarbeit zu bewegen.
Weitere Behinderungen im Ausbau des flächendeckenden Tierrettungsdienstes in NRW ist die teilweise unverständliche Verfahrensweise und Vorgaben bei der Versorgung von Wildtieren durch Ämter und Behörden, sowie einzelner Feuerwehren.
Besonders auffällig ist auch das untragbare Verhalten von so manchem Haustierbesitzer, die nicht gewillt sind, für die Leistungen des Tierrettungsdienst die Kosten zu übernehmen. Dies geht so weit, dass den Einsatzfahrerinnen nach der Versorgung der Haustiere vom Besitzer Schläge oder andersweitig Gewalt angedroht wird. Derzeit verweist unsere Tierrettungsleitstelle bei Einsatzanfragen an regionale Tierrettungsdienste, bzw. UNA Kooperationspartner.

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Ortsgruppe  Bayern Land / Nürnberg  (BY):
Der weitere Aufbau des Rettungsdienstnetzes im Fränkisch Bayerischen Raum wird auf das Einzugsgebiet zwischen Nürnberg und Ansbach ausgedehnt. Somit will man die mittelfristige Verbindung zwischen Nürnberg und Heilbronn herstellen, um auch in diesem Raum einen flächendeckenden Tierrettungsdienst zu gewährleisten.

Ein neues Einsatzfahrzeug (MRE) mit Schwerpunktaussattung ist in Heilsbronn (zw. Ansbach und Nürnberg) stationiert. Das Fahrzeug steht zur Zeit Montag bis Freitag tagsüber für Tiernotfälle, Abends und zur Nachtzeit und an Wochenenden rund um die Uhr für Einsätze bereit.
Ein weiterer Ausbau der Einsatzregion Ansbach über Nürnberg bis Erlangen ist in Planung.
Ein neue Ortsgruppe in der Region Motten, Bad Kissingen bis ins hessische Fulda ist in Planung und soll bis Ende August 2015 ihren Dienst aufnehmen.
Wir freuen uns über weitere ehrenamtliche Helfer, die wir zum Tierretter schulen können. Auch öffentlich Kurse in Erster Hilfe für Haustierbesitzer und Infoveranstaltungen werden angeboten. (siehe hierzu auch Rubrik "Veranstaltungen". Kurzfristige Aktionen werden auch regional angekündigt, bzw. in unserer Rubrik Veranstaltungen ergänzt.
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Ortsgruppe Schwerin  (MV)
Januar 2015
Neue UNA Ortsgruppe in Schwerin gegründet. Am 31. Januar und am 01. Februar 2015 fand in Schwerin für 8 neue, interessierte Teilnehmer an der Arbeit der Tierrettung die Ausbildung in Erster Hilfe für Haustiere, sowie die Schulung zum Tiernothelfer/in statt. Die kleine Gruppe wird als UNA Stützpunkt in Schwerin und Umgebung aktiv in den Tierrettungsdienst eintreten. Derzeit wird der Start der Ortsgruppe Schwerin vorbereitet. Unter Federführung des Organisators Niklas Jordan wird ein gezielter Aufbau der Tierrettungsorganisation UNA Union für das Leben e.V. durchgeführt. Weitere Mitstreiter werden noch gesucht und sind herzlich willkommen. Auch Interessenten aus dem weiteren Umfeld (Radius bis 100 km sind gerne gesehen und werden in der Region in den Tierrettungsdienst integriert.
                                     
Reanimationsübungen am Dummy. Auch der Hund einer Teilnehmerin übt fleißig mit.

Schwerin / Seefeld 29.03.2015
Geschafft, die erste Monatsschulung der Ortsgruppe fand am Sonntag, den 29.03.2015 auf dem Lottihof in Seefeld bei Schwerin statt. Die Tiernothelfer der Ortsgruppe wurden nochmals für den Einsatz im Tierrettungsdienst vorbereitet und bekamen für zwei Einsatzfahrzeuge die Grundausstattung übergeben. Ab dem 01. April 15 wird die Ortsgruppe den aktiven Tierrettungsdienst in der Region Schwerin aufnehmen. Zu Beginn wird an Wochentagen die Nachtzeiten zwischen 20:00 und 08:00 Uhr, sowie die Wochenenden von Samstag morgens bis Montag morgens die Einsatzbereitschaft aufrecht erhalten. Die Bereitschaftszeiten an Wochentagen (08:00 - 20:00) soll so schnell wie möglich hergestellt werden.
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Orts- & Regionalgruppen Schleswig Holstein Westküste & SH-Land  (SH):
In Schleswig Holstein wurde die Einsatzbereitschaft im Tierrettungsdienst wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft -besonders im Raum Dithmarschen- auf bestimmte, wenige Regionen beschränkt. Die monatlichen Schulungen in der Tierrettungswache Friedrichsholm finden nicht mehr statt. Die Tierretter aus Schleswig Holstein, sowie Interessenten und Gönner des Vereins die die Idee des Tierrettungsdienstes weiterhin unterstützen, treffen derzeit alle zwei Monate, jeweils Mittwoch abends um 18:00 Uhr. Die genauen Veranstaltungsorte sind unter der Rubrik "Veranstaltungen" ausgewiesen. Nähere Auskünfte erhalten Sie auf Anfrage per E-Mail kontakt@tierrettungsdienst.eu .

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Überregionale Spezialeinsatzfahrzeuge

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Wir sammeln Spenden für unsere Arbeit
Die Umsetzung der Idee eines funktionierenden Tierrettungsdienstes ist eine gewaltige Aufgabe. Besonders wenn man diese Idee Deutschland weit und flächendeckend umsetzend möchte.  Nur durch Mitgliedsbeiträge kann diese Aufgabe nicht bewältigt werden. Deshalb benötigen auch wir dringende finanzielle Unterstützung durch Spender und Sponsoren. Ohne diese Zuwendungen wären wir heute noch lange nicht so weit verbreitet und anerkannt wie wir das sind. Unser Verein lebt naturgemäß von der Bezahlung der Einsätze mit Haus-Nutz- oder Sporttieren durch die Tierbesitzer oder Auftraggeber. Genügend verletzte und in Not geratene Tiere gibt es aber auch unter den Wild- und freilebenden Tieren. Die Kosten hierfür tragen normalerweise die Kommunen. Aber leider sind längst nicht alle Städte und Gemeinden bereit, die geringen Kosten für solche Einsätze zu übernehmen. Deshalb sind wir in solchen Fällen auf Spenden und finanziellen Unterstützung durch private Tierfreunde, Organisationen und Firmen, sowie besonders auch auf Großunternehmen als Sponsoren angewiesen. (Nähere Informationen auch über unsere Verwaltung, siehe Impressum, oder per E-Mail unter marketing@tierrettungsdienst.eu

Spendenkonto bei der  Bank für Sozialwirtschaft:
BLZ: 601 205 00
Konto: 87 44 900
IBAN: DE84601205000008744900
BIC: BFSWDE33STG 

Oder nutzen sich einfach folgenden Spendenbutton:

Wir sind ein gemeinnützig anerkannter Verein und dürfen steuerrelevante Spenden-bescheinigungen  ausstellen. Weitere Informationen erhalten Sie auch gerne per E-Mail oder telefonisch über die Verwaltung (siehe: Impressum).

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Mit freundlicher Unterstützung durch ...

                             

       

   

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Was machst du eigentlich so?

Auf Grund der unerwarteten großen Resonanz auf unsere Arbeit und der zu Grunde liegenden Philosophie (siehe Home), suchen wir bundesweit weitere Mitglieder die unser Wirken unterstützen und sich uns anschließen. Den passiven Mitgliedern sei hiermit zugleich herzlichen Dank für Ihre Unterstützung gesagt. Besonders aber suchen wir aktive, charakterstarke und verantwortungsbewusste Menschen, die sich als Tiernothelfer in der Tierrettung engagieren möchten. Da wir durch unsere bundesweit geschaltete Notrufnummer auch über die Möglichkeiten verfügen, überregionale Einsätze zu koordinieren, sind wir vom Gebiet her nicht eingegrenzt. Auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen, privaten Initiativen, oder Einzelpersonen ist erwünscht. Auch im Gebiet der bereits bestehenden Orts- und Regionalgruppen suchen wir weitere Aktive.

Mach mit, wir suchen dich!.
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"Danke für die Anerkennung"
Aber leider gibt es auch Neider, die unsere Arbeit nicht anerkennen möchten. Oftmals passiert dies aus eigener Unfähigkeit, etwas Großes umzusetzen. Aber auch diesen Neidern danken wir für Ihre Aufmerksamkeit, denn...
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten.
Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.
Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten.
Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude.
Wenn du kritisierst wirst, musst du irgend etwas richtig germacht haben. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball führt.
In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid.
Vielleicht können ja alle Neider die sich in irgend einer Art und Weise für Tiere einsetzen, einfach nur genau das tun und helfen. Dadurch werden sie zu Menschen.

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HERZLICHEN DANK,

allen Helfern die sich für unseren Verein und die gute Sache bisher uneigen-nützig engagieren haben. Ohne den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern wäre ein solches Vorhaben wie unser Tierrettungsdienst überhaupt nicht möglich. Aber auch den passiven Mitgliedern, sowie den Personen und Firmen, die UNA bisher unterstützt haben, gilt unser besonderer Dank und beste Wünsche.

Freundlichst Ihr Vereinsvorstand,
Uwe Lässig und Angela Kazmaier